Schachverein 1954 Lochau

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Chronik

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LOCHAU STELLT SICH VOR

Schon in der Spätbronzezeit zeitweilig bewohnt und auch in der Römerzeit besiedelt. Als Gemeinde in den jetzigen Grenzen eigentlich sehr jung und erst 1806 gebildet.

Julius Schneider setzte die ersten Schritte zur Vereinsgründung im bisherigen "Schach-Niemandsland" Lochau. Durch Plakate und Presse wurde eine Interessentenrunde für den 27.11.1954 ins Cafe Bennath geladen. Bereits 20 Tage später kam es im gleichen Lokal zur Konstituierung des Vereins. Gründungsmitglieder waren auße dem Initiator Julius Schneider u.a. Hans Rigg sen., Walter Bauer, Gebhard Karg und Alois Sinz.

Die Anwesendheit von jeweils 13 Schachfreunden bei beiden Treffen ließ den Chronisten Gutes verheißen, denn eine Gemeinschaft die auf die Zahl "Dreizehn" aufgebaut wird, kann nur ducrh höhere Gewalten in die Brüche gehen.

Julius Schneider, zunächst mit der Interimsführung betraut, wurde seitens der Generalversammlung am 15.01.1955 einstimmig zum Obmann bestellt; nur eine der Funktionen, die er auch weiterhing im Verein bekleiden sollte.

Die sich bald darauf einstellende rege Vereinstätigkeit und die Verbundenheit mit dem Ziel, einen starken Verein zu schaffen, hinderte aber nicht die interne Kritik. Man diskutierte über das nötige Engagement und die Notwendigkeit der Mittelbeschaffung. Die so schon früh erreichte finanzelle Gesundung ist vorallem der Verdienst des langjährigen Vereinskassiers Karl Schaffernicht.

Durch vereinsinterne Turniere und Freundschaftswettkämpfe und einem gemeinsames "nit lugg lo" erstarkte der Verein. Seine erste internationale Bewährungsprobe im Rahmen des Bodensee-Turniers 1955 in Dornbirn brachte bemerkenswerte Ergebnisse.

Nach jahrelangen guten Plazierungen in der B-Klasse gelang dem Verein 1960 der Aufstieg in die A-Klasse, wo der Neuling im ersten Anlauf hinter Dornbirn den zweiten Rang belegte.

Trotz des nun folgenden mehrjähren Auf und Ab's zeitigen Sportgeist und Kameradschaft des "sehr agilen Unterland-Vereins" (VN vom 10.06.1969) den gewünschten Erfolg. Lochau I belegte in der Langesliga 1968/69 den 3. Rang! Lochau II den 2. Rang in der A-Klasse. Im Schachkandidaten-Turnier, Gruppe Unterland, feierte der SV-Lochau einen Tripple-Sieg durch Helmut Kogler vor Manfred Drexel und Ferdinand Stemer!

In der Saision 1972/73 kam erstmals die Vereinsjugend zu Titel und Ehre auf der Landesebene. Sie stellte unter anderem mit Gebhard Eiler den Landes-Jugend-Einzelmeister.

Den wohl größten Erfolg in der Vereinsgeschichte brachte aber das Spieljahr 1973/74. Lochau wurde LIGA-MEISTER. Die VN vom 17.03.1974 führten den Meistertitel auch auf eine Mannschafts-Verjüngung zurück. Den Siegern (Hans Rigg, Helmut Kogler, Manfred Drexel, Ferdinand Stemer, Reichart, den Gebrüdern Eiler, Paul Streng und Walter Bauer) wurde dankeshalber ein Ehrenabend samt Feier-Turnier geboten.

Die Ligazugehörigkeit konnte in der Folge erhalten werden. Auch am Grundsatz des Aufbaus und der Einbeziehung gerade junger Spieler in die Kampfmannschaften hält man fest. Der SV-Lochau bleibt seiner Gründungsaufgabe verpflichtet, allen Interessierten - und gerade der Jugend - die Möglichkeit zu bieten, ihre Fähigkeiten zum und beim Schachspiel zu erkennen, zu erproben und weiterzuentwicklen.